Zukunftsmedizin

Smart Hospital

Keine Wartezimmer, Sprechstunden in der virtuellen Realität, Patienten Akten auf dem Tablet. All diese Dinge sind Visionen eines modernen Gesundheitswesens. Wir beleuchten neue Technologien und besprechen mit unseren Experten was bereits möglich ist.

Digitale Medizin in innovativen Kliniken und Praxen

Das Evangelische Krankenhaus Mettmann und das Zahnzentrum Moers sind Vorreiter in der Digitalisierung in der Medizin. Das Unternehmen Future Health zeigt diese und mehr Beispiele in seiner Notfall-App „Smart-Help“.

Aufgrund der fortschreitenden digitalen Mediennutzung liegt es heute auch nahe, relevante Gesundheitsinformationen in einer App zu bündeln. Das haben der Düsseldorfer Medizinspezialist Dr. Ferdinand Jeute und der Verein „Smart-Help“ getan und die gleichnamige App auf den Markt gebracht. „Smart-Help ist die App, die Leben retten kann. Von Herzinfarkt, Aneurysma, Schlaganfall und Thrombose über Kindernotfälle bis zum Apotheken-Notdienst: Smart-Help unterstützt die Nutzer durch einfache Informationen bei einem medizinischen Notfall.“ Zusätzlich hilft „Smart-Help“ bei der Suche nach einer Behandlung oder Operation. Die Daten des jeweiligen aktuellen Qualitätsberichts der entsprechenden Einrichtung sind hierbei hinterlegt.

Beispiel 1:
Evangelisches Krankenhaus Mettmann

Das Evangelische Krankenhaus Mettmann ist einer der Vorreiter in Deutschland, wenn es um das Thema Digitalisierung im Krankenhaus geht. Ziel ist es, eine Verbesserung von Prozessen und Strukturen für eine optimierte Patientensicherheit und effiziente Abläufe zu erreichen. Das zeigt sich zum Beispiel an der Herzinfarktversorgung. Die vom Krankenhaus geschaffene digitale Schnittstelle vom Rettungswagen zum Katheterlabor ermöglicht die direkte Übermittelung des EKG eines Herzinfarktpatienten, sodass die Therapie mit Eintreffen des Patienten klar ist und sofort beginnt.

Seit Juli ist auch der neue biplane Linksherzkathetermessplatz (LHKM) des Krankenhauses in Betrieb gegangen. Er schließt mit der nun angebotenen Spitzenmedizin eine wichtige Versorgungslücke für die Bürger im Kreis Mettmann. Patienten benötigen bei einem Herzinfarkt eine zeitnahe, leitliniengerechte, kompetente medizinische Diagnostik und Therapie, am besten in Form einer Wiedereröffnung des Gefäßverschlusses. „So minimieren wir den Faktor Zeit deutlich. Das ist wichtig, wenn man bedenkt, dass knapp 40 Prozent aller akuten Herzinfarktpatienten noch vor dem Eintreffen im Krankenhaus versterben. Angebunden an die klinische Versorgung liegen wir bei unter acht Prozent, also bieten diese medizinischen Möglichkeiten deutlich höhere Chancen, das Leben, vor allem auch mit der neuen Technik, zu retten“, erklärt Chefarzt Dr. Lothar Scheuble. Der neue Linksherzkathetermessplatz im Evangelischen Krankenhaus Mettmann ist mit allen modernsten Techniken der interventionellen Kardiologie ausgestattet, steht 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung und ist in die komplette Digitalstruktur der Klinik eingebunden.
Die Operationssäle im Evangelischen Krankenhaus Mettmann sind mit hochauflösender 4K-Technik für minimalinvasive Operationen versehen. Neben der Tiefenschärfe und besseren Sicht der Ärzte ins OP-Feld stehen dem Operateur synchron alle weiteren bildgebenden Informationen sofort zur Verfügung, die in die digitale Patientenakte (ePa) übernommen und bei Bedarf niedergelassenen Ärzten überlassen werden. Es ist die bildgebende Diagnostik hinterlegt, Fehlinterpretationen von Handschriften in der Dokumentation werden vermieden; die Sicherheit des Patienten für eine risikoarme Behandlung im Krankenhaus steigt deutlich.

Beispiel 2:
Das Zahnzentrum in Moers

Das Zahnzentrum Moers unterscheidet sich von anderen Praxen und Kliniken hinsichtlich seines Konzepts nicht nur in Bezug auf Service und Qualität, sondern auch beim Einstieg in die Digitalisierung. Neben der Teilnahme bei „Smart Help“ erhält das Zahnzentrum Moers auch eine eigne App, die die wichtigsten Informationen für den Patienten vorhält.
Geplant ist auch, eine eigene digitale Patientenakte zu integrieren, die alle aktuellen Informationen (für den einzelnen Patienten) vorhält.

Der Leiter der Zahnklinik Moers Dr. Peter Bongard kann auf über 25 Jahre Erfahrung als Zahnarzt zurückblicken und hat zahlreiche zusätzliche Qualifikationen erlangt. Seine Schwerpunkte hat er dabei auf die Bereiche Parodontologie, Implantologie und ästhetische Prothetik gelegt. Er ist außerdem zertifizierter Implantologe der deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) und besitzt eine kieferorthopädische Zertifizierung. Für Peter Bongard hat die Digitalisierung in der Zahnmedizin eine hohe Priorität, sodass er sein Zahnzentrum voll und ganz auf diese Herausforderungen hin ausgerichtet hat.

Weitere Kliniken und Praxen, die Digitalisierung in der Medizin unterstützen und aktuelle Informationen liefern, sind das Krankenhaus Maria-Hilf in Krefeld, die Städtischen Kliniken Mönchengladbach, das Marienkrankenhaus Schwerte, die Schwester Euthymia Stiftung mit drei Kliniken, Preventicum in Essen und die Radiologie Krefeld.

Patrick Peters

Experte

Dr. Ferdinand Jeute

Future Health

„Smart-Help ist die App, die Leben retten kann“




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